
Woran erinnern sich Russlanddeutsche im Juni? An das Binden festlicher Kränze beim Johannistag in Kaliningrad, an Fußballspiele beim Pokal des Moskauer Nationalitätenhauses, an kreative Treffen mit Dichtern, an theatralische Nachstellungen von Hochzeitszeremonien und an herzliche Familientreffen in Iwanowo. Und natürlich an die Teilnahme an großen Stadtfesten, Festivals und guten Taten – alles in dieser Reihenfolge in unserem Digest. Viel Spaß beim Lesen!
Tag Russlands in den Regionen
Am 12. Juni fanden feierliche Veranstaltungen zu Ehren des Tages Russlands statt. In Jekaterinburg wurden Kosaken-, Freiwilligen-, ethnokulturelle und patriotische Organisationen aufgebaut, in denen Vertreter des Jugendklubs „Glück Auf“, des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen in Jekaterinburg sowie Mitglieder städtischer und regionaler Autonomien anwesend waren.
Aktivisten des Jugendklubs „Zusammen“ in Nowosibirsk präsentierten eine Ethno-Plattform, auf der den Gästen anhand von Kostümen, Kunsthandwerk, Familientraditionen und Kommunikation etwas über die Kultur der Russlanddeutschen erzählt wurde.
In Tjumen nahmen Aktivisten des Jugendklubs „Jugendland“ an der Feier des Tages Russlands teil, der die multinationale Einheit unseres Landes zeigte!
JdR-Öko-Aktion
In Nowosibirsk gehörten Aktivisten zu den Organisatoren der Öko-Tour „Wir waren hier nicht“: Eine Gruppe Freiwilliger und Blogger machte sich auf den Weg, um das Altai-Gebirge von Graffiti und Müll zu befreien. Sie sammelten außerdem wiederverwendbare Kronkorken und gaben einige Gegenstände an einen Secondhand-Laden weiter. In Tjumen spendeten Aktivisten des Jugendklubs „Jugendland“ Altpapier und Batterien. Und in Jekaterinburg sammelte ein Aktivist des Jugendklubs „Glück auf“ Wertstoffe zum Recycling.
Strahlendes Sommerfest
Am 24. Juni veranstalteten Aktivisten des Jugendklubs „RuDeKinder“ in Kaliningrad ein offenes Treffen zum Johannistag. Die Veranstaltung begann mit einem ethnokulturellen Quiz als intellektuelles Aufwärmen. Höhepunkt des Programms war das Flechten traditioneller Festtagskränze.
Ethno-Freitag „Hochzeitszeremonien der Völker“
Deutsch-Russisches Haus der Region Tomsk veranstaltete einen Themenfreitag, der den Hochzeitstraditionen dreier Völker gewidmet war: der Russlanddeutschen, der Russen und der Tschulymen. Im Rahmen der Veranstaltung erlebten die Gäste eine theatralische Darstellung wichtiger Elemente der jeweiligen Rituale: russlanddeutsche Hochzeitseinladungsrituale, den russischen Brauch des Haarelösens mit dem Lied „Wjun nad wody izvivaetsya“ sowie die tschulymischen Heiratsbräuche. Die herzliche Atmosphäre der Veranstaltung ermöglichte es den Teilnehmern, in die vielfältigen Hochzeitskulturen der in der Region Tomsk lebenden Völker einzutauchen.
Bernstein-Sabantui
Am 20. Juni nahmen Aktivisten des Jugendklubs „RuDeKinder“ zusammen mit Mitarbeitern des Kaliningrader Kultur- und Wirtschaftszentrums am Bernstein-Sabantui-Festival teil, das im Rahmen des Jahres der Einheit der Völker Russlands stattfand. Die Besucher konnten eine Ausstellung über den Lebensstil und die nationalen Bräuche der Russlanddeutschen besichtigen und an einem Quiz über Trachten und Haushaltsgegenstände teilnehmen.
Jugendklub „Immerjung“ am Jugendtag
Jugendklub „Immerjung“ nahm am stadtweiten Jugendtag in Tomsk teil, der am Ufer des Flusses Tom stattfand und Tausende von Besuchern anzog. Der Jugendklub hatte interaktive Plattform aufgebaut, in dem die Besucher deutsche Spiele spielen, an einem Workshop zur Bemalung der traditionellen deutschen Heimdekoration „Spruch“ teilnehmen und Einblicke in die Kultur, Geschichte und das heutige Leben der Russlanddeutschen gewinnen konnten. Alle Teilnehmer erhielten Erinnerungsgeschenke vom Klub. Die Veranstaltung bot dem Klub die Möglichkeit, seine Aktivitäten einem breiteren Publikum in der Stadt zu präsentieren und die Beziehungen zu den Organisatoren zu vertiefen.
Tue Gutes
Am 12. Juni besuchten Russlanddeutsche aus der Region Iwanowo zusammen mit dem Nationalitätenhaus Iwanowo das Furmanowski- Kinderheim. Die Kinder begrüßten die Gäste begeistert und lauschten mit großem Interesse den Geschichten über die Kulturen verschiedener Völker. Russlanddeutsche gaben einen Workshop zur Herstellung von Hampelmann-Spielzeug.
Es lebe der Sport!
Am 6. Juni fand das internationale Jugendfußballturnier „Pokal des Moskauer Nationalitätenhauses“ zwischen öffentlichen Jugendorganisationen der Stadt Moskau auf dem Gelände des Avangard-Stadions statt. Der Moskauer Jugendklub der Russlanddeutschen „Warum бы и nicht“ nahm zum ersten Mal an der Veranstaltung teil und konnte die Gruppenphase verlassen und das Viertelfinale erreichen, wo er der Mannschaft „Ulan Salata“ unterlag.
Wo können sich Familien treffen? In Iwanowo
Das traditionelle Projekt „Familientreffen der Russlanddeutschen“ für Familien aus den zentralen und nordwestlichen Regionen fand vom 24. bis 27. Juni in der Region Iwanowo statt. Die Teilnehmer tauchten in die Geschichte, Kultur und Traditionen der Deutschen in Russland ein und drehten und bearbeiteten Videos für soziale Medien, die der Bewahrung von Kultur und Traditionen innerhalb der Familien dienen.
Wie Pawel Blume mit Karte, Reim und Seele führte
Am 2. Juni veranstaltete der Jugendklub „Warum бы и nicht“ ein kreatives Treffen mit dem Dichter, Lehrer und Reisenden Pawel Blume, Autor der Gedichtbände „Moosbeerensohne“ und „Poetischer Kompass“. Die Teilnehmer lauschten Gedichten und versuchten sich selbst im Dichten. Doch der Abend bestand nicht nur aus Poesie: Die Gäste konnten sich auch an einem Geografie-Quiz mit Pawel Blume erfreuen.
Der regionale Digest wurde von Aleksandra Weiß, Kirill Podrjadtschikow, Sofia Wlasowa, Anastasia Charlamowa, Maksim Schalakow, Denis Gajer vorbereitet und von Sofja Viskovatich und Galina Meladse ins Deutsche übersetzt.

